Reise 2017 nach China

04.06.2017 - 13.06.2017

 

 Unsere Reise begann aufregend: Bei unserem Flug von München nach Peking wurden wir als Orchester vom Piloten persönlich gegrüßt. Für manche Orchestermitglieder war dies sogar ihr erster Flug. Wir blieben zwei Nächte in Peking und fuhren von dort mit einem chinesischen Schnellzug bei 300 km/h nach Xi'an weiter, einer Stadt im Landesinneren Chinas. Mit dem Flugzeug ging es dann nach Shanghai, wo wir drei Nächte bei Gastfamilien unterkamen. Dort endete schließlich unsere Reise.

 

 

In Peking hatten wir ein straffes aber aufregendes Besichtigungsprogramm. In den zwei Tagen dort besichtigten wir den Sommerpalast mit seinen schönen Gärten und Seen, die Verbotene Stadt mit ihren zahlreichen Audienzhallen und Plätzen, in die früher kein Unbefugter Zutritt hatte und die Chinesische Mauer, ein sehr beeindruckendes Bollwerk einer jahrtausendealten Hochkultur. Außerdem hatten wir die Möglichkeit, eine Aufführung der Shaolinmönche zur Geschichte des Kungfu zu besuchen. Besonders die Körperbeherrschung dieser Mönche brachte uns zum Staunen. In Xi'an besuchten wir die Terrakottaarmee. Mehrere Tausend Tonsoldaten, ein jeder individuell gestaltet, stehen in Reih und Glied um ihren Kaiser im Tod zu beschützen - Ein spektakulärer Anblick. Genauso wie Xi'an bei Nacht, mit vielen beleuchteten Plätzen und Gebäuden und einem wunderschönen Wasserspiel, dem größten Asiens, mit Lichtern und musikalischer Begleitung.

 

In Xi'an und Peking traten wir insgesamt viermal mit unserem Orchester in verschiedenen Schulen auf. Die Schüler dort waren sehr gastfreundlich und zuvorkommend: Sie führten uns traditionelle Tänze, Lieder und Stücke vor, zeigten uns ihre Schulen und erklärten uns ihre Traditionen, wie zum Beispiel den Scherenschnitt oder die Flaggenzeremonie.

 

In der kurzen Zeit, die wir in China verbringen durften, konnten wir einen kurzen Einblick in die chinesische Kultur gewinnen. So bauten die Chinesen z.B. Zickzackbrücken und hohe Türschwellen, um böse Geister fernzuhalten und verehren den Drachen und Phönix als Symbole für den Kaiser und die Kaiserin. Zudem treffen sie sich Abends in schön angelegten Parks um dort gemeinsam zu tanzen oder zu spielen. Das Essen war eine weitere Erfahrung. Wir aßen immer an runden Tischen, auf denen in der Mitte z.B. Reis, Gemüse und Fleisch auf einer Drehscheibe standen und konnten uns bedienen. Meistens gab es nur Stäbchen zum Essen, kein Besteck, aber wir lernten nach einigen Mühen besser damit umzugehen. Als Herausforderung stellten sich die "Stehtoiletten" und harte Betten heraus. Kloschüsseln und Matratzen sind beim chinesischen Allgemeinbürger keine Selbstverständlichkeit. Doch daran sollte die Reise nicht scheitern.

 

Die Gastfamilien waren sehr freundlich. Wir Orchestermitglieder wurden alleine, zu zweit oder zu dritt auf Gastfamilien in Shanghai verteilt. Ein Jeder erlebte bei seiner Familie etwas anderes aufregendes. Jeder berichtete von leckeren traditionellen Speisen und einem großen Interesse an Deutschland und unserer Kultur. Einen Tag durften wir mit unserer Gastfamilie selbst gestalten und von der Besichtigung einer alten Wasserstadt über Kalligraphiekurse bis zu Tauchstunden war alles mit dabei.

 

 

Wir, das JBO, haben viele Erfahrungen und Eindrücke aus China mitgebracht. Wir konnten nicht nur ein anderes Land erleben, sondern auch die Freundschaft untereinander vertiefen und uns besser kennenlernen. Die unvergesslichen Augenblicke auf der Reise haben uns zusammengeschweißt, wir werden diese Fahrt so schnell nicht vergessen und freuen uns schon sehr auf den nächsten Besuch in China. 

 

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